4,5 von 5 Sterne
Preacher ist eine Serie, die ich zusammen mit meiner Frau seit Staffel 1 verfolge. Aktuell wird die vierte und voraussichtlich letzte Staffel ausgestrahlt. Die Serie basiert auf den gleichnamigen Comic, den ich jedoch nicht gelesen habe. Es würde mich nicht wundern, wenn der Comic deutlich mehr Inhalt und Charaktere aufzuweisen hat, zumindest ist es so bei sehr vielen Serien und Filmen, die auf eine literarische Vorlage basieren.
Worum geht es: O Gott…wie soll man Preacher beschreiben ohne zu viel zu spoilern. Ich könnte jetzt sagen, dass es ein Roadtrip mit drei Hauptpersonen ist. Einem Prediger mit einer übernatürlichen Superkraft, die es ihm ermöglicht den eigenen Willen beseelten Wesen aufzuzwingen, einer Gesetzlosen mit dem Hang zur Gewalt und einem irisch stämmigen Vampir mit einem enormen Drogenproblem. Das wäre jedoch zu wenig.
Auf der anderen Seite könnte ich schreiben, dass es um die Suche nach Gott und dem Sinn des Daseins geht. Um das Nachjagen von vergangenen Träumen und dem Versuch ein normales Leben zu führen, was in der Welt von Preacher definitiv nicht möglich ist. Doch auch das wäre zu wenig.
Vllt. auch ganz kurz und knapp: Gott ist weg und keiner weiß wohin. Die Welt dreht durch, samt Hölle und Himmel. Nun, das wäre definitiv zu wenig.
Am Ende ist Preacher das alles und noch viel mehr. Wahnsinn, Gewalt, Witz, Irrsinn und komplettem Chaos. Hitler als Fürst der Finsternis, Hinterwäldler mit Aggressionsproblemen, Jesus und sein Klon, Gott im Hundekostüm, New Orleans, ein dunkler Chevrolet Chevelle, ein heiliger Killer aus der Hölle, Dämonen, Engeln, Vampire, Australien und Neuseeland, eine durchgeknallte Sekte mit Weltmachtphantasie, ein Typ mit einem Gesicht wie der Anus, viele Waffen, viel Alkohol und viele Drogen. Darf gerne ergänzt werden…
Und das alles macht die Serie zu etwas einmaligem. Man hat das Gefühl, dass selbst die Entwickler nicht wissen wie es weitergeht. Man ist vor Überraschungen nicht sicher. Von Anfang an ist es ein einziger wilder Ritt.
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