5 von 5 Sterne
Jup, diese Anime Serie hat mich richtig gefesselt. Ich habe mir alle 12 Folgen richtig eingesaugt und wünsche mir seitdem auf jeden Fall mehr, auch wenn die Chancen hierfür gering sind.
Worum geht es: In einem fiktiven Land namens Hinomoto, was sich sehr stark an Japan orientiert, bricht ein Virus aus, das alle infizierten in zombieähnliche Geschöpfe verwandelt, genannt Kabane. Diese sind, wie für Zombies typisch, ständig auf Menschenjagt. Der Protagonist der Serie, Ikoma, versucht ein Heilmittel für die Krankheit zu finden, als auch seine Stadt von einer Horde überrannt wird. Dabei wird Ikoma von einem Zombie angefallen und gebissen, doch er schafft es die Infektion zu stoppen und wird dadurch ein Mischwesen, ein Kabaneri. Die Menschen aus der Stadt müssen sich in einem gepanzerten Zug verschanzen und die Flucht antreten. Damit beginnt eine lange Reise in der Hoffnung eine neue sichere Heimat zu finden.
Jetzt wird der ein oder andere sagen: Was ist jetzt so besonders an der Serie? Standardplot und schon einige Male gesehen. Um die Frage zu beantworten zähle ich hier die Punkte auf, die mir an der Serie so besonders gefallen haben.
Die Welt
Die Welt von Kabaneri oft the Iron Fortress ist eine Mischung aus feudalem Japan, der Zeit der Industrialisierung und ein Hauch von Steampunk. Der Dampfantrieb ist ein wichtiger Bestandteil in den verschiedenen Lebenslagen, sogar die Gewehre werden per Dampfdruck betrieben. Die Power ist auch notwendig, da die Zombies nur getötet werden können, wenn ihr Herz durchbohrt wird. Das ist jedoch schwerer als gedacht, da die Herzen von einem sehr harten, metallähnlichen Material umgeben sind.
Dann ist da auch die Bedeutung von Zügen, die als einzig sicheres Fortbewegungsmittel dienen. Darum sind alle Städte im Grunde nur Siedlungen, die sich um Bahnhöfe herum gebildet haben und überlaufene Bahnhöfe müssen unweigerlich auch passiert werden, um weiter zu kommen. In so einem Zug kann es jedoch während der Reise auch ganz schön eng werden.
Die Gesellschaft ist hierarchisch aufgebaut und orientiert sich an der Zeit des Bakufu, als der Shogun und die Samurai die absolute Macht innehatten. Diese Kasten-Kultur bietet ebenfalls Potential für aufgeheizte Situationen.
Die Charaktere
Die Charaktere sind in dem Anime sehr vielschichtig und gut umgesetzt. Es gibt nicht DEN Held, der alles kann und perfekt ist. Die Personen entwickeln sich, wie es für eine gute Serie gehört, im Verlauf auch weiter.
Die Handlung
Die Story ist aus meiner Sicht sehr durchdacht und trotz dem Zombie-Thema irgendwie innovativ. Man merkt das nicht nur in dem Design der Welt (siehe oben). Der Spannungsbogen ist ebenfalls wohl überlegt und zwingt einen immer weiter zu schauen. Es wurde auch kein unnötiger Klamauk eingebaut, was heutzutage nicht selbstverständlich ist. Trotz dem Zombie-Thema wird auch nicht so sehr auf Splatter gesetzt, sondern nur da eingebaut, wo es auch notwendig ist.
Wenn ich es mir so recht überlege, so ist es schwer diese Serie und meine Freude daran zu beschreiben, ich empfehle euch einfach diese anzusehen und ein eigenes Urteil zu bilden…was eigentlich für alle meine „Sichtungen“ gilt. Ich möchte auch nicht zu detailiert sein um keine Spoiler zu verursachen.
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