Dienstag, 17. März 2020

Die Cloverfield-Reihe


4,5 von 5 Sternen

Ich finde es ist falsch die Cloverfield-Filme als eine Reihe zu bezeichnen, jedoch fällt mir keine bessere Beschreibung ein. An sich wurde hier etwas geschaffen, was ziemlich seltsam ist. Die Filme sind grundverschieden und doch verknüpft durch die Story, die jedoch sehr chaotisch miteinander interagiert.

Der erste Film war Cloverfield. Ein Monsterfilm gedreht in der Ego-Perspektive a la Blair Witch und sollte das Gefühl einer Amateuraufnahme vermitteln, während ein Monster New York zerstört. Der Film ist sehr rasant und kurzweilig und man muss nicht super aufpassen um mitzukommen.

Der zweite Film war 10 Cloverfield Lane. Ein „Kammerspiel“ mit drei Darstellern, die sich in einem Bunker verschanzt haben. Dabei ist bis zum rasanten Ende nicht klar ob es überhaupt eine Gefahr gibt. Gedreht wurde der Film „ganz normal“ und bildet das totale Gegenteil zum ersten Film.

Der dritte Film war The Cloverfield Paradox. Ein SciFi-Film mit einigen Schock-Momenten, jedoch wieder was völlig anderes als die beiden Filme davor. Doch dieser Teil bietet zumindest Ansätze einer Erklärung der ganzen Geschichte. Es wird längst nicht alles aufgelöst, so dass einiges weiterhin der Phantasie überlassen wird, doch es bietet zumindest einen roten Faden.

Auch wenn es verwirrend erscheint, so ist diese Reihe außergewöhnlich. Man bricht mit der Tradition, in den Fortsetzungen Fragen zu beantworten, sondern nimmt die Zutaten und mixt diese wild um. In jedem Film versucht der Zuschauer Punkte zu erkennen, die eine Verbindung, eine Struktur aufweisen und lässt sich so mitnehmen auf dieses Abenteuer. Ich finde das Experiment wirklich gelungen.

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