4,5 von 5 Sternen
Ich finde es ist falsch die Cloverfield-Filme als eine Reihe
zu bezeichnen, jedoch fällt mir keine bessere Beschreibung ein. An sich wurde
hier etwas geschaffen, was ziemlich seltsam ist. Die Filme sind
grundverschieden und doch verknüpft durch die Story, die jedoch sehr chaotisch
miteinander interagiert.
Der erste Film war Cloverfield. Ein Monsterfilm gedreht in
der Ego-Perspektive a la Blair Witch und sollte das Gefühl einer
Amateuraufnahme vermitteln, während ein Monster New York zerstört. Der Film ist
sehr rasant und kurzweilig und man muss nicht super aufpassen um mitzukommen.
Der zweite Film war 10 Cloverfield Lane. Ein „Kammerspiel“
mit drei Darstellern, die sich in einem Bunker verschanzt haben. Dabei ist bis
zum rasanten Ende nicht klar ob es überhaupt eine Gefahr gibt. Gedreht wurde
der Film „ganz normal“ und bildet das totale Gegenteil zum ersten Film.
Der dritte Film war The Cloverfield Paradox. Ein SciFi-Film
mit einigen Schock-Momenten, jedoch wieder was völlig anderes als die beiden
Filme davor. Doch dieser Teil bietet zumindest Ansätze einer Erklärung der
ganzen Geschichte. Es wird längst nicht alles aufgelöst, so dass einiges
weiterhin der Phantasie überlassen wird, doch es bietet zumindest einen roten
Faden.
Auch wenn es verwirrend erscheint, so ist diese Reihe außergewöhnlich.
Man bricht mit der Tradition, in den Fortsetzungen Fragen zu beantworten,
sondern nimmt die Zutaten und mixt diese wild um. In jedem Film versucht der
Zuschauer Punkte zu erkennen, die eine Verbindung, eine Struktur aufweisen und
lässt sich so mitnehmen auf dieses Abenteuer. Ich finde das Experiment wirklich
gelungen.
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